| 28. Okt. 1995 |
Bonnefantenmuseum in Maastricht/Niederlande
Museum für altertümliche und zeitgenössische Kunst in der Provinz Limburg.Das Museum wurde entworfen von dem italienischen Architekten Aldo Rossi. Mit der Cupola an der Maas ist es die bedeutendste Landmarke von Maastricht. Das Gebäude ist symmetrisch in E-Form gebaut. Den mittleren Strich dieses E macht ein 28 Meter hoher Turm mit Zinkverkleidung aus. Bemerkenswert ist ein monumentales Treppenhaus zwischen den hohen Gebäudemauern aus Ziegelsteinen. Historie: 1989: Limburg beschließt, 40 Mill. Gulden für den Neubau des Bonnefantenmuseums bereitzustellen. Aldo Rossi soll es entwerfen. 1991: Aldo Rossi legt seine endgültigen Entwürfe für den Museumsneubau und für die Restaurierung der alten Industriehütte "Wiebengehal" aus dem Jahr 1910/11 vor. 1992-1994: Bauzeit 10. März 1995: Eröffnung des Bonnefantenmuseums Weitere Informationen unter www.bonnefantenmuseum.nl |
Mai 1995 |
Groninger Museum im Nordosten der Niederlandeeröffnet 1974 durch Königin Beatrix, vervollständigt 1995 Architekten: Alessandro Mendini, Philippe Starck, Coop Himmelb(l)au, Michele Lucchi
Das Groninger Museum will nicht nur eine Hülle für Kunst, sondern selbst ein Kunstwerk sein – mit öffentlichen Gehwegen. Es liegt auf einer Insel - als Verbindung zwischen Bahnhof und Innen stadt - und ist schon von weitem sichtbar durch einen großen goldenen Turm, der den Mittelpunkt des Museums darstellt. Dort ist auch der Eingang.
Dieser Turm ist "die Schatzkammer und das Herz"; die goldene Farbe verweist auf den kostbaren Inhalt: die Kunstsammlung. Auf der Südseite ist ein grüner Teil mit großen Fenstern, hinter denen sich das Café befindet. Es wurde mit Möbeln verschiedener Designer bestückt.Eine Wendeltreppe führt zu den Sammlungen; sie dient den Besuchern als Orientierungspunkt. Der Westteil des Museums besteht aus zwei Teilen. Der untere Teil ist von außen mit Backsteinen verkleidet. Dieses traditionelle Baumaterial verweist auf das Innere, das Kunstwerke aus der Region beherbergt (z.B. die Sammlung der Groninger Künstlergruppe De Ploeg). Der obere Teil ist ein mit Aluminiumplatten verkleideter Rundbau, in dem Kunsthandwerk ausgestellt wird. Dazu wurde eine rundherumführende, beleuchtete Vitrine errichtet. Betonboden und einige Wände weisen künstlich angebrachte Risse auf, die auf die Zerbrechlichkeit der Gegenstände (Porzellan aus Fernost etc.) hinweisen sollen. Der Ostteil besteht aus drei übereinander angeordneten Pavillons. Der untere ist trapezförmig mit zwei Etagen. In der unteren Etage werden Wechselausstellungen gezeigt. Dies soll auäen kenntlich gemacht werden durch die Verkleidung mit pointilisitischen Signac-Motiven. Eine breite Betontreppe verbindet die beiden Etagen. Oben findet sich der spektakuläre Teil des Museums, der sich aus zwei doppelwandigen Stahlplatten zusammengesetzt, die mit einer speziell gehärtetem Glasplatte miteinander verbunden sind, eine überraschende Erfahrung für die darauf wandelnden Besucher. Die Wände und Decken sind ausschließlich aus den Materialien Stahl oder Glas. Quer durch den Raum laufen Wandelgänge, damit die Kunstwerke von allen Seiten betrachtet werden können. Weitere Informationen unter www. groninger-museum.nl |