1999

8. Mai 1999

Scheveningen/Niederlande


Skulpturen-Museum Beelden aan Zee (= Skulpturen am Meer)



Das Meer hat Künstler von je her inspiriert. Das Museum Beelden an Zee liegt direkt an der Strandpromenade von Scheveningen.
1928 baute König Willem I. an dieser Stelle einen Pavillon, in dem seine Gemahlin, Königin Wilhelmina, ihre Gesundheit an der frischen Seeluft stärken sollte. Heute ist hier der Sitz des Museums – damit die Bewohner und Besucher von Scheveningen hier Rückzug und Stille finden.
Der niederländische Architekt Wim Quist entwarf 1994 die Form im Sand der Dünen. Er formte zwei Kreishälften, die eine als Bollwerk zum Meer hin, die andere als Umarmung der Kunst und ihrer Bewunderer. Alles bezieht sich auf die Dünenlandschaft: Die Aussicht von den Dachterrassen und die Farbe des Baumaterials Beton und Granit.
Es gibt zehn Ausstellungsbereiche, die sich in Form, Größe und Lage unterscheiden: drei Hallen, drei Patios, drei Terrassen und ein langer Gang mit Nischen. Das Museum ruft seine Besucher nicht – es muss gefunden werden, dann offenbart es seine Schönheit, als Perle am Strand. (Den Hinweis auf das Museum gibt die Bronze-Maske "Thsuki-no-hikari" von Igor Mitoraj am Hang der Düne.)

Die Sammlung: Der Mensch als Mittelpunkt.

Skulpturen unserer Zeit unterscheiden sich in ihrer Form, in ihrem Stil und in ihrer Ausdrucksweise. Da ist die abstrakte Kunst, die konkrete Kunst, Milieustudien, Minimal Art etc. Das Hauptthema der Bildhauerei war von jeher der Mensch. Das ist auch das Thema der umfangreichen Sammlung von BEELDEN AAN ZEE. Menschenbildnisse von heute, erschaffen von Künstlern unserer Zeit. Von jungen Künstlern aus der ganzen Welt, von England bis Japan, von Norwegen bis Australien. Arbeitsweise und Materialien sind so unterschiedlich wie die Künstler: Bronze, Keramik, Stein, Holz und – für die Bildhauerei neue Materialien - Eisen, rostfreier Stahl, Blech, Kunststoff.

Ausstellungen

Teile der umfangreichen Sammlung sind ständig im Museum zu sehen, drinnen oder draußen auf den Terrassen. Aber es gibt auch Wechselausstellungen mit Werken anderer Bildhauer oder Künstlergruppen.

(2001 gab der Kunstverein Gelsenkirchen erneut die Gelegenheit, Beelden an Zee zu besichtigen.)

Weitere Informationen unter www.beeldenaanzee.nl



1. Sep. 1999

Gent/Belgien


SMAK - Städtisches Museum für Aktuelle Kunst im Zitadellenpark

Gent ist ein lohnendes Ziel für Kunstfreunde. Neben dem Museum für Volkskunde (flämische Baukunst) in der Nähe von Patershol gibt es das Museum für Schöne Künste im Zitadellenpark, das eine breite Palette von flämischer Kunst, von Primitivkünstlern bis hin zur Schule von Latem, ausstellt. Sehenswert sind auch das Museum des Altertums in der ehemaligen Zisterzienserabtei und die Sankt-Peters-Abtei als Zentrum für Kunst und Kultur.

SMAK Neu ist das Museum SMAK (Stedelijk Museum voor Actuele Kunst), das von dem eigenwilligen Konservator Jan Hoet („documenta 9“) geleitet wird.

Die Idee für das Museum als Ausstellungsort für die Sammlung bedeutender internationaler Kunstwerke entstand bereits 1957 mit der Gründung der Contenporary Art Museum Association durch Karel Geirlandt. Die Gesellschaft erwarb zahlreiche vielversprechende Kunstwerke, die in dem 1975 gebauten Museum für Schöne Künste ausgestellt wurden. Jan Hoet wurde zum Direktor ernannt.

Es brauchte 20 Jahre, bis Jan Hoet einen unabhängigen, ständigen Ort für die Sammlung zeitgenössischer Kunst fand. Zunächst wurde 1996 mit „Rode Poort“ die erste Ausstellung in neuen Räumen eröffnet. Ende 1998 konnte Jan Hoet in die restaurierten Räume eines ehemaligen Casinos ziehen.
1999 schließlich war das neue Gebäude fertig: direkt gegenüber dem Museum für Schöne Künste.

Weitere Informationen unter www.smak.be

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