2002

20. April 2002

Antwerpen/Belgien


- MvHKA = Museum van Hedendaagse Kunst Antwerpen = Museum für Nationale und Internationale Zeitgenössische Kunst
in einem 1987 umgebauten Getreidespeicher am Schelde-Kai
Die Ausstellungsfläche beträgt insgesamt 4000 qm, die für zeitgenössische Kunst seit 1970 zur Verfügung steht. Dazu gehört auch die unbefristete Leihgabe der Sammlung von Matta-Clark mit rund 150 Werken bedeutender belgischer und internationaler ünstler als Basis der Kunstsammlung.
Jedes Jahr findet zahlreiche Wechselausstellungen statt.

Weitere Informationen unter www.muhka.be


- Skulpturenpark Middelheim im Antwerpener Vorort Wilrijk



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6. Juli 2002

Kassel



dokumenta XI von Okwui Enwezor

Die documenta elf fand in Kassel an verschiedenen Orten statt. Wegen der Vielzahl der Installationen und Exponate konnten die Mitglieder des Kunstvereins und ihre Freunde nur drei Ausstellungsstätten besuchen. Es gab wenig Malerei, wenig Bilder zu betrachten, stattdessen viele Video- und Foto-Installationen, die "unter die Haut gingen".

Künstlerischer Leiter der elften documenta war der Afrikaner Okwui Enwezor. Sein Konzept war transnational, interdisziplinär und generationsübergreifend. Es wurde in einem internationalen Team aus Enwezor und den sechs Co-KuratorInnen Carlos Basualdo, Ute Meta Bauer, Susanne Ghez, Sarat Maharaj, Mark Nash und Octavio Zaya entwickelt.

Die Documenta 11 war ein Konstrukt aus fünf Plattformen, die auf vier Kontinenten zwischen März 2001 und September 2002 umgesetzt wurden. Inhaltlich, räumlich und zeitlich war sie damit weiter ausgelegt als das Format der 100 Tage vorangegangener documenta-Ausstellungen. Die ersten vier Plattformen waren als engagierte öffentliche und diskursive Interventionen angelegt. Sie behandelten zeitkritische Themen aus Kunst, Politik und Gesellschaft. Internationale Institutionen, darunter die Akademie der bildenden Künste Wien/Institut für Gegenwartskunst, das Haus der Kulturen der Welt und der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD aus Berlin, der Prince Claus Fund for Culture and Development, Den Haag, das India Habitat Centre, Neu-Delhi, die Rockefeller Foundation, New York, die Ford Foundation, New York, CODESRIA (Council for the Development of Social Science Research in Africa), Dakar und das Goethe Institut Lagos, bildeten mit der Documenta 11 ein Netzwerk von Partnern, die maßgeblich an der Umsetzung der Plattformen beteiligt waren.

Die erste Plattform, "Demokratie als Unvollendeter Prozess", fand im April 2001 in Wien statt und wurde im Oktober 2001 in Berlin fortgesetzt.
Plattform 2 trug den Titel "Experimente mit der Wahrheit: Rechtssysteme im Wandel und die Prozesse der Wahrheitsfindung und Versöhnung" und fand im Mai 2001 in Neu-Delhi/Indien statt. Sie bestand aus einem fünftägigen Programm von Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Diskussionen sowie einem Videoprogramm mit Dokumentar- und Spielfilmen.
Die dritte Plattform, "Creolité und Kreolisierung", wurde auf der westindischen Insel St. Lucia in der Karibik im Januar 2002 veranstaltet und versammelte eine Gruppe von 15 WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und DichterInnen zu einem dreitägigen Workshop.
Plattform 4, "Unter Belagerung: Vier afrikanische Städte, Freetown, Johannesburg, Kinshasa, Lagos", fand im März 2002 in Lagos/Nigeria statt und behandelte in einer Podiumsdiskussion und in dem Workshop "Urban Processes in Africa" den Zustand schnell wachsender urbaner Zentren in Afrika.
Über den Zeitraum eines Jahres beteiligten sich mehr als achtzig internationale TeilnehmerInnen - PhilosophInnen, SchriftstellerInnen, KünstlerInnen, ArchitektInnen, politische AktivistInnen, JuristInnen, WissenschaftlerInnen und andere kulturell Aktive - an der Entwicklung eines sich permanent verändernden öffentlichen Raums und dem Versuch, ein kritisches Modell der Verknüpfung unterschiedlicher kultureller und künstlerischer Arbeitsweisen im zeitgenössischen globalen Umfeld zu entwickeln.

Informationen zur documenta finden Sie im Internet unter www.documenta.de.


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