2007



Exkursionen


20. Oktober:
Niederländisches Fotomuseum und Jean-Tinguely-Ausstellung in Rotterdam/NL

Unter Insidern gilt Rotterdam schon lange als die heimliche Architektur-Hauptstadt der Niederlande, wenn nicht gar Europas. Nun schickt sich die Stadt an, mit seinem neu eröffneten Fotomuseum auch zu einem Mekka der Fotografie zu werden. Das Museum, ein Zusammenschluss des Niederländischen Fotoinstituts und Fotoarchivs mit den nationalen Fotorestaturierungsateliers, ist am 19. April diesen Jahres in das Las-Palmas-Gebäude, dem ehemaligen Werkstattgebäude der Holland-Amerika-Reederei, umgezogen.

Diese Schatzkammer der Niederländischen Fotografie beherbergt in klimatisierten Depots allein 129 einzelne Fotoarchive, mehr als drei Millionen Negative, Abzüge, Dias und Bildplatten sowie Forschungs- und Restaurierungseinrichtungen zur Fotografie und veranstaltet schlieeßlich noch Wechselausstellungen.

Neben dem imposanten Gebäude und seinen Einrichtungen auf der zentral gelegenen Maas-Insel wurden in einer Führung auch zwei Ausstellungen präsentiert:

 



18. August:
DOCUMENTA 12: 100 Tage Kunst in Kassel


Vom 16. Juni bis zum 23. September 2007 findet in Kassel die nunmehr zwölfte documenta statt. Trotz des gegenwärtigen Booms an Kunstmessen, Kunstevents jeder Art, Biennalen und Triennalen sowie Sonderausstellungen gilt sie noch immer als die weltweit bedeutendste und meistbeachtetste Ausstellung für Zeitgenössische Kunst.

Seit 1955 wird sie, zunächst im Vier-, später im Fünfjahresrhythmus im Kasseler Fridericianum und an anderen Ausstellungsorten unter stets wechselnden künstlerischen Leiterinnen und Leitern veranstaltet. Das garatnierte ihr eine stete Erneuerung und Aktualisierung und machte sie so zum Gradmesser des jeweiligen aktuellen Kunstgeschehens.

Oftmals wurden kontroverse Standpunkte bereits im Vorfeld heftig diskutiert. Diesmal, unter der Leitung des Künstlerpaares Roger M. Buergel und Ruth Noack, war es nur wenige Wochen vor der Eröffnung noch erstaunlich ruhig. Das mag daran liegen, dass beide bisher noch keine verbindliche Künstlerliste und wenig Konzeptionelles zur Ausstellung vorgelegt haben. Trotzdem bestand kein Zweifel daran, dass auch die diesjährige documenta den Stand der Gegenwartskunst umfassend dokumentieren wird.

Davon konnten sich die TeilnehmerInnen an der Exkusion des Kunstvereins Gelsenkirchen am 18. August überzeugen. Wegen der großen Zahl der Besucher aus Gelsenkirchen wurden vier Gruppen gebildet, die unter fachkundiger Leitung durch das Fridericianum, die Neue Galerie und den Aue-Pavillon geführt wurden.

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