19. April:
Museum Abteiberg in MönchengladbachSchon einmal, 1985, hat der Kunstverein Gelsenkirchen das von Hans Hollein entworfene Museum Abteiberg in Mönchengladbach besucht. Der Neubau war 1982 nach 10jähriger Bauzeit eröffnet worden. 2006 war eine Generalsanierung des Gebäudes notwendig geworden. Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten, die eine Schließung des Museums für rund ein Jahr erforderlich machten, wurde der Gebäudekomplex im November 2007 wiedereröffnet.
Auf einer Gesamtfläche von rund 3.500 Quadratmetern wird moderne und postmoderne Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts gezeigt: Expressionismus (vor allem Mitglieder der "Brücke" und Vertreter des "Rheinischen Expressionismus"), Konstruktivismus (zum Beispiel Willi Baumeister, Franz Kupka, Oskar Schlemmer), Dadaismus (Marcel Duchamps, Max Ernst, Kurt Schwitters etc.), Informel (Peter Brüning, Wilhelm Nay), Fotografie (Man Ray), Op Art (Adolf Luther), Zero (August Mack, Günther Uecker), Nouveau Realisme (Yves Klein, Jean Tingeley), Pop Art (Roy Liechtenstein, Andy Warhol) und Minimal Art (Bruce Naumann, Sol LeWitt).
In großzügig dimensionierten Räumen werden viele Einzelkünstler wie Joseph Beuys, Sigmar Polke, Man Ray, Gerhard Richter und Richard Serra vorgestellt. Im Skulpturengarten, den man von mehreren Ebenen aus erreichen kann, finden sich Werke von Larry Bell ("Arolsen-Piece") Mauro Staccioli ("Anello"), François Morellet ("Sphäre"), Franz West ("Flause"), Maria Lehnen etc.
Das Museum Abteiberg: 1972 erhielt der Wiener Architekt Hans Hollein den Auftrag zum Entwurf eines Museumsneubaus auf einem Grundstück in Hanglage innerhalb des mittelalterlichen Stadtkerns von Mönchengladbach. Dabei sollte die topografische Situation, die umgebende Bebauung und das kuratorische Konzept des damaligen Museumsdirektor Johannes Cladders berücksichtigt werden. So entstand ein Gebäudekomplex aus Sandstein, Marmor, Titanzink und Aluminium auf mehreren Ebenen mit einem an Reisterrassen erinnernden Übergang zum Park, der erst 2002 zur Landesgartenschau EUROGA als Skulpturengarten eröffnet wurde.
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(Weitere Infos unter www.museum-abteiberg.de)
19. April:
Bahnhof Rolandseck / Arp-Museum bei Remagen
Der im klassizistischen Stil von Emil Hermann Hartwich erbaute und 1856 vollendete Bahnhof Rolandseck bei Remagen war einst Endstation einer Privatbahn, die ab Köln verkehrte. [Heute noch hält hier jede Stunde ein Nahverkehrszug auf der Strecke Koblenz-Köln.] Er wurde zum Treffpunkt einflussreicher Politiker und Schöngeister. Einst waren Königin Viktoria von England, Kaiser Wilhelm II. und Reichskanzler Bismarck Gäste im Festsaal, aber auch die Dichter Heinrich Heine, Ludwig Uhland, die Gebrüder Grimm sowie Friedrich Nietzsche und Guillaume Apollinaire suchten diesen Ort gern auf.Nach dem 2. Weltkrieg verfiel das Gebäude, sodass ein Abriss geplant war. Dies konnte jedoch durch Johannes Wasmuth verhindert werden. Er setzte durch, dass der Bahnhof in eine Begegnungsstätte für Kunst und Kultur umgewandelt wurde. So trafen sich hier seit Ende der 1960er Jahre die Menuhins, Pinchas Zukerman, Gidon Kremer, Oskar Kokoschka, Günther Uecker, Hans (Jean) Arp, Martin Walser, Gerhard Zwerenz, Marcel Marceau, der Clown Dimitri und viele andere Vertreter der bildenden und darstellenden Kunst.
1973 gründete das Land Rheinland-Pfalz 1973 die "Stiftung Bahnhof Rolandseck", die das Bahnhofsgebäude erwarb und Unterhalt und Betrieb der Kultureinrichtung sicherstellte.
Von 2001 bis 2004 wurde das Bahnhofsgebäudes umfassend renoviert und restrukturiert.
Über das Sockelgeschoss des historischen Bahnhofsgebäudes erreicht man das neue Arp Museums, das von dem amerikanischen Stararchitekten Richard Meier auf einer Anhöhe direkt hinter den Gleisen entworfen wurde. Ein breiter Tunnel unter den Gleisen sowie zwei gläserne Fahrstühle mit Treppenaufgang verbinden Bahnhof und Museum. Neben Räumlichkeiten für Konzerte, Vorträge und Wechselausstellungen für die Gegenwartskunst verfügt das Arp Museum auch über große Räume, in denen die ständige Sammlung der Werke von Hans (Jean) Arp und Sophie Taeuber-Arp präsentiert wird. Der Museums-Neubau wurde Ende 2007 durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Kurt Beck eingeweiht.
Bei unserem Besuch des am 19. April konnten wir folgende Ausstellungen besuchen:
Im Arp-Museum:
- "Licht auf Arp", Skulpturen und Reliefs von Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp
- "Wege der Weltweisheit/Die Frauen der Revolution" von Anselm Kiefer
- "Stuhlhockerbänke", Installationen von Yvonne Fehling/Jennie Peiz
Im Tunnel:
Im Bahnhofsgebäude:
- "Kaa", Lichtinstallation von Barbara Trautmann
- "Fremdenzimmer" der Konzeptkünstlerin Isa Melsheimer
- "Der ganze Eisberg" des in Gelsenkirchen geborenen und in Essen lebenden Bildhauers Johannes Brus
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(Weitere Infos unter www.arpmuseum.org)
13. September :
Im Mai 2001 wurde es in der ehemaligen Lindenbrauerei eröffnet, dessen 52 Meter hoher Schornstein - mit einer Fibunacci-Zahlenreihe von Mario Merz - als weithin sichtbarer Wegweiser dient.
Der Architekt Josef Paul Kleihues, der auch den Hamburger Bahnhof in Berlin sensibel zum Museum umgebaut hat, ging in Siegen ähnlich feinfühlig vor. Die schmucke Fassade des Altbaus blieb erhalten, doch das Innere wurde komplett erneuert und durch einen Neubau ergänzt. Dadurch konnte die Nutzfläche des Gebäudes auf 3400 Quadratmeter verdoppelt werden.
Markt in Unna (leider bei trübem Wetter)
Siegen