2009


Exkursionen


24. April:
Auf den Spuren des Gahlenschen Kohlenweges

BP-Werkgelände Gelsenkirchen-Buer


16. Mai:
"Ludwig Forum für Internationale Kunst" und "Kunst aus NRW"

(Aachen-Mitte und ehemalige Reichsabtei Aachen-Kornelimünster)

Mit der Gründung der „Neuen Galerie – Sammlung Ludwig“ im Jahre 1969 in Aachen schuf sich das Sammlerpaar Peter und Irene Ludwig ihr erstes Museum. Kurze Zeit später folgte das Museum Ludwig in Köln.

Während das Kölner Haus die Klassiker der umfangreichen Privatsammlung aufnahm und präsentierte, blieb die Neue Galerie in Aachen stets den aktuellen Interessen des Sammlerpaares verbunden und folgte damit jeweils den neuesten Trends der Kunstszene bzw. prägte diese erst. Im Jahre 1991 zog die Neue Galerie, dessen Sammlung seit der Gründung erheblich gewachsen war, in ein im Jahre 1928 im Bauhausstil als Schirmfabrik errichtetes Gebäude um und wurde in „Ludwig Forum für Internationale Kunst“ umbenannt.

In großzügigen Ausstellungsräumen bietet das Haus heute neben den neuesten Positionen internationaler Kunst auch einen spannenden Einblick in die Entwicklung der Kunst der letzten 40 Jahre.

Die zweite Station der Fahrt ist der Kunst aus Nordrhein-Westfalen in Aachen-Kornelimünster gewidmet. Seit 1948 fördert das Land NRW durch Förderankäufe regelmäßig junge, im Lande ansässige Künstlerinnen und Künstler. Im Laufe von 60 Jahren ist so eine umfangreiche Kunstsammlung entstanden, die die hiesige Kunstentwicklung seit dem Ende des 2. Weltkriegs umfangreich widerspiegelt. Über die informellen und die abstrakten Expressionisten der 50er und 60er Jahre, über die neuen Tendenzen, z.B. der „Zero-Gruppe“, oder die serielle und konstruktive Kunst der 60er und 70er Jahre bis hin zu den aktuellsten Positionen der Gegenwartskunst ist hier alles versammelt, was die Kunstentwicklung in NRW seit 1945 geprägt hat. Untergebracht ist die Sammlung seit 1976 in der reizvollen, spätbarocken Klosteranlage der ehemaligen Reichsabtei Kornelimünster, die allein schon einen Besuch wert ist.

Weitere Informationen


26. September :
Karl Ernst Osthaus Museum und Emil Schumacher Museum

Hagen

Das Karl-Ernst-Osthaus-Museum geht auf die Museumsgründung unter dem Namen "Folkwang" des Hagener Kunstmäzens Karl Ernst Osthaus von 1900 zurück. Eröffnet wurde das Haus im Jahre 1902 mit Werken u. a. von Paul Signac, Auguste Renoir, Vincent van Gogh, Paul Gauguin und Auguste Renoir in einem neu errichteten und innen von Henry van de Velde im Jugenstil gestalteten Gebäude. Es gilt damit als weltweit erstes Museum für zeitgenössische Kunst.

Nach dem Tod von Osthaus im Jahre 1922 wurde der Name und die Sammlung nach Essen verkauft, wo es vom dortigen Museumsverein als Folkwang-Museum neu eröffnet wurde.

Nach 1945 wurde das Hagener Museum neu gegründet, wobei man nach einer Sammlung im Sinne von Karl Ernst Osthaus strebte. Im renovierten van de Velde Bau gibt es nun Kunst aus der Jahrhundertwende um 1900, Werke der Klassischen Moderne - mit dem Schwerpunkt auf den deutschen Expressionismus - sowie einen größeren Bestand des Hagener Malers Christian Rohlfs zu sehen.

Das an das Karl-Ernst-Osthaus-Museum angebaute Emil-Schumacher-Museum in modernem Baustil (Glas - Stahl - Beton) ist eine Neugründung, die dem großen Hagener Maler des 20. Jahrhunderts gewidmet ist. Mit mehr als 500 Arbeiten - Gemälden, Gouachen, Grafiken und Keramiken - die aus der städtischen Kunstsammlung sowie aus einer Stiftung des Sohnes des Künstlers stammen, verfügt das Museum über einen großen Fundus an Arbeiten Emil Schumachers, die in wechselnden Ausstellungen, ergänzt um verwandte Strömungen und Tendenzen expressiver und informeller Malerei, gezeigt werden.

Im Anschluss an die Besichtigung des neuen Museumkomplexes fand eine Exkusion zur Villa Hohenhof, das ebenfalls von van de Velde mit Jugendstil-Elementen erbaute Wohnhaus von Karl Ernst Osthaus, statt.I


 

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