Bahnhofsvorplatz, 1980

Gerhard Clemens

geb. 1912 in Gelsenkirchen
verstorben

Autodidakt,
Zeichnungen und Collagen


Ausbildung

Medizinstudium, Facharzt

Ausstellungen

in Gelsenkirchen (1982)

Nachruf

Die Stadt mit den Augen eines Künstlers gesehen:
Gerhard Clemens und seine "Verwandelte Stadt"


1982 war Dr. Gerhard Clemens mit einer Schau von Collagen und Zeichnungen in den Diensträumen des Oberbürgermeisters im Hans-Sachs-Haus Gelsenkirchen vertreten. Der 1912 geborene Clemens hatte über einen längeren Zeitraum die baulichen und strukturellen Veränderungen in seiner Heimatstadt beobachtet.

OB Kuhlmann mit dem Künstler (rechts) Das Glasfenster aus dem Hauptbahnhof Gelsenkirchen, ein Entwurf des verstorbenen Halfmannshöfers Prof. Franz Marten und fotografiert von Dieter Grundmann, schenkte Oberbürgermeister Werner Kuhlmann zum Start der Ausstellung "Verwandelte Stadt" am 29. Juni 1982 Dr. Gerhard Clemens. Der Facharzt im Ruhestand, der am Eröffnungstag siebzig Jahre alt wurde, registrierte seit langem die Veränderungen in Gelsenkirchen, die er künstlerisch umsetzte. 34 Arbeiten waren bis zum 27. August 1982 in den OB-Diensträumen zu sehen.

Neben Vertretern aus Rat und Verwaltung kamen zahlreiche Interessenten und Freunde des Künstlers zur Eröffnung. Seinem Aussteller wünschte Werner Kuhlmann viel Freude mit der neuen Lebensaufgabe. Die Begegnung mit der Kunst sei offenbar ein Jungbrunnen, meinte der OB, und künstlerische Erfolge keine Frage des Lebensalters. Er hoffe, dass diese erste Einzelausstellung ein viel versprechender Anfang sei.

(Anneliese Knorr, 1998)