M. Kunkler: Rauminstallation in der Alten Villa

Matthias Kunkler

geb. 1957 in Borken,
gest. 1997 in Düsseldorf

Malerei, Objekte, Rauminstallationen

Der Nachlass von Matthias Kunkler wird
in Düsseldorf aufbewahrt
und von Alban Sänger verwaltet.

www.matthias-kunkler.de


Ausbildung

1979-85 Hochschule der Künste, Berlin
1985 Meisterschüler bei Prof. R. Girke

Stipendiat

der Gesellschaft zur Förderung westfälischer Kulturarbeit,
der Günther-Peill-Stiftung,
des Atelierhauses Worpswede
und des Morgner-Stipendiums der Stadt Soest

Ausstellungen

u.a. in Dorsten, Dortmund, Köln, Gelsenkirchen (1985, posthum 1998), Bocholt, Berlin, Ulft/NL, Düsseldorf, Basel/CH

Nachruf

Die Begegnung mit dem Kunstverein Gelsenkirchen im Jahre 1985 gestaltete sich für den Künstler zu einem frühen und erfolgreichen Kontakt mit der Öffentlichkeit. 1957 in Borken/Westfalen geboren, begann der Künstler nach dem Kunststudium in Berlin bei Professor Raimund Gierke in Gelsenkirchen mit der Verwirklichung seiner Ideen. "Bebilderte Räume" nannte Kunkler sein Vorhaben, den Raum mit malerischen Mitteln zu erschließen. Das weitläufige Raumangebot in der Alten Villa des Städtischen Museums Gelsenkirchen kam seinem formalen Vorhaben entgegen: Die Ablösung vom isolierten Tafelbild. Die Kraft der ausufernden Farbpläne, die sich über Wände, Decken und Böden ausbreiteten, glichen Höhlen, die den Betrachter in ein Refugium von Farbverläufen, Linien und ausdrucksstarken Farbpartien versetzten. Die Besucher waren fasziniert von der Neuartigkeit chromatischer Wirkungen und visueller Erlebnisse. Besonders angetan waren die Kinder einer hiesigen Grundschulklasse, die nach einem Museumsbesuch die Erlaubnis bekamen, das Gesehene in ihrem Klassenraum nachzuvollziehen.

Matthias Kunkler, in den 90er Jahren von Museumsleuten und Sammlern umworben, starb kurz nach Eröffnung einer für ihn besondes wichtigen Ausstellung im Jahre 1997.

(Anneliese Knorr, 1998)