Adolf Luther

geb. 25. April 1912 bis 20. September 1990 (Krefeld)

Maler und Objektkünstler, vor allem Lichtobjekte

Adolf-Luther-Stiftung


Ausbildung

1935 Musik-Studium (Violine und Klavier)
am Witte-Konservatorium in Essen
1938-43 Jura-Studium in Köln,
Promotion in Bonn zum Dr. jur.

Nach Kriegsende Hinwendung zur Malerei,
zunächst impressionistische Malweise,
später Übergang zum abstrakten Malstil:
"Die Wahrheit steckt nicht in der Übereinstimmung mit der optischen Realität. Es gibt eine Welt hinter diesem Schein, die sich auch darstellen lässt. Ich werde einen Stil erfinden, der es mir ermöglicht, die jenseits der optischen Realität liegenden Wahrheiten darzustellen."
(Adolf Luther, 1953)

Lehre

1979 Verleihung der Professur durch das Land Nordrhein-Westfalen

Arbeitsweise

1957 gestisch-informelle Malerei
1959 Materie-Bilder; Reduktion auf Schwarz
1962 erste Lichtobjekte
1968 erste Rauminstallationen mit Hohlspiegeln
1970 erste Laserobjekte

Preise/Auszeichnungen

1982 Verleihung der Thorn-Prikker-Medaille in Krefeld
1989 Verleihung des Verdienstordens des
Landes Nordrhein-Westfalen
1990 Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Krefeld

Ausstellungen

in Gelsenkirchen:
1963, Halfmannshof (Gruppe ZERO)
1965, Halfmannshof (Cremer, Luther, Megert)
1986, Galerie Kremer-Tengelmann
1973, Galerie pa szepan ("Rationale Konzepte")
1985, Städtisches Museum ("Adolf Luther und Freunde",
Kunstverein Gelsenkirchen)
1995, Städtisches Museum
("Kinetische Metallobjekte, Balance und Bewegung")


sowie in Mannheim, München, Bremen, Friedberg, Lüdenscheid, Kiel, Stuttgart, Neuss, Mönchengladbach, Düsseldorf, Saarlouis, Osnabrück, Kaiserslautern, Krefeld, Zürich, Siegen, Göttingen, Badenweiler, Unna, Hamburg, Bottrop, Münster, Goslar, Ravensburg, Brüssel, Willich, Kaarst, Bonn, Bielefeld, Aachen, Neukirchen/Soltau, Saarbrücken, Duisburg/Rheinhausen, Mannheim, Moers, Basel, Wuppertal, Detmold, Breitenbrunn, Köln, Essen, Amsterdam, Brüssel, Bochum, Leverkusen, Frankfurt a.M., Mailand, Verona, Aschaffenburg, Berlin, London, Humblebaek/Louisiana, Lanzarote, Wien

Nachruf

Portrait von Adolf Luther Nach Jahren des Experimentierens mit Form und Farbe bis in die späten Fünfzigerjahre gab Adolf Luther schließlich die Malerei auf, um sich nur noch mit dem Licht und seinen spezifischen Eigenschaften als Quelle für Energie und Leben zu befassen. Dies führte schließlich zur Entwicklung seiner für ihn typischen Raumimstallationen mit seriell angeordneten Linsen, Gläsern und Hohlspiegeln. Durch Brechung und Spiegelung von Licht wird eine Form von Immaterialität und Transparenz erzeugt. Ende der Sechzigerjahre erforscht Luther das Zusammenwirken von Licht und Rauch im Raum. Er verschließt sich auch nicht den neuen Technologien und wendet sich dem Laserlicht zu.
Einige Arbeiten von Adolf Luther hat das Städtische Museum Gelsenkirchen angekauft.

(Anneliese Knorr)